Unser Zuhause PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

In der Brunnenstrasse in Berlin Mitte  steht ein unauffälliger  Gebäudekomplex. Von der Strasse sieht er aus wie jeder andere in der Nachbarschaft. Doch er ist es nicht. In seinem Innenhof steht ein Gebäude mit großen, kreisrunden Fenstern auf der Belle-Etage. Über der Eingangstür verblasst eine Inschrift auf Hebräisch:

„Se Hascha'ar  l´Haschem, Zadikim jawo´u wo…" –  „Dies ist das Tor Haschems, durch das die Gerechten hindurchschreiten…“.

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Beinahe einhundert Jahre nach ihrer Einweihung und mehr als siebzig Jahre nach der so genannten "Kristallnacht", steht die Beth Zion Synagoge noch immer da. 1911 in Betrieb genommen, wurde sie von einem Zusammenschluß mehrerer Familien aus Osteuropa erbaut, von denen die meisten ursprünglich aus Polen nach Berlin gekommen waren und sich in der Nachbarschaft niedergelassen hatten. Während der "Kristallnacht" wurde die Synagoge verwüstet, blieb aber stehen, nur wenige hundert Meter von der späteren Berliner Mauer entfernt im Berliner Ostteil. Heute sind Synagoge und die umliegenden Gebäude Eigentum des Beth Zion e.V., dem Dr. Roman und Elvira Skoblo und weitere Mitglieder der Familie Skoblo vorstehen.

Dank der großzügigen Unterstützung durch Familie Skoblo wurden die Gebäude nun komplett renoviert und zu einem Ensemble namens „Skoblo Synagoge und Bildungszentrum“ ausgebaut dem neuen Zuhause unserer Yeshiva. Sein Zentrum bilden Appartements für Schüler und Lehrerschaft, Speiseräume, eine Mikwe, Büros, Kinderpflege-, so wie Erholungseinrichtungen für Studenten. Die Synagoge selbst ist das Herz der Yeshiva und dient als Beit Midrasch. Dort lernen und beten die Studenten. So hat unsere Yeshiva ein würdiges Zuhause mit bedeutsamer Geschichte gefunden. Es lädt die Juden Osteuropas erneut nach Berlin und Deutschland ein, wo ein jüdisches Leben aus Tradition, Lernen und Frömmigkeit wieder einen Platz hat. Die Erbauer der Beth Zion Synagoge vor einhundert Jahren hätten es nicht anders gewollt.

 
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